Wie du mit Werbeanzeigen mehr Instagram Follower bekommen kannst

Florian LitterstInstagram Werbung3 Kommentare

Instagram ist eine faszinierende Plattform, die immer mehr Nutzer in ihren Bann zieht. In Deutschland gibt es mittlerweile schon über 9 Millionen Instagrammer. Und die Tendenz ist weiterhin stark steigend. Wahrscheinlich wird schon kurz nachdem ich diesen Artikel veröffentlicht habe die 10 Millionen Grenze geknackt.

Diese Zahlen zeigen welche Relevanz Instagram in Deutschland hat. Der “kleine” Fotosharing-Dienst ist weit mehr als nur ein Hype und gehört schon jetzt zu den reichweitenstärksten Kanälen. Es führt kaum ein Weg mehr an Instagram vorbei.

Für viele Unternehmen und Marken ist Instagram schon lange ein wichtiger Kommunikationskanal geworden.

Und mindestens genau so viele entdecken Instagram gerade erst noch für sich.

Dabei stehen alle immer vor derselben Herausforderung.

Wie bekomme ich mehr Follower bei Instagram?

Bei Instagrams großem Bruder ist diese Herausforderung deutlich kleiner. Facebook ermöglicht es schon lange mit den Page Like Ads die eigene Fanbase zu vergrößern.

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Eine solche Möglichkeit sucht man bei Instagram aktuell vergeblich.

Denn obwohl Instagram zu 100% in den Werbekosmos von Facebook integriert wurde, gibt es dort ein solches Anzeigenformat nicht. Instagram bietet offiziell (noch) keine Page Follow Ads an.

Mit einem kleinen Umweg funktioniert es allerdings schon heute 😉 Und diesen Umweg zeige ich dir in diesem Artikel.

Instagram Follower bekommen – die herkömmlichen Methoden

Ganz klar, du musst nicht dafür bezahlen, um mehr Follower bei Instagram zu bekommen. Es gibt einige Wege, wie du auch ohne Anzeigen deine Instagram-Community erweitern kannst.

Hier sind die gängigsten Methoden mehr Follower bei Instagram zu bekommen im Überblick:

  • Erstelle ansprechenden und hochwertigen Content, der zu Instagram passt. Die Qualität der Fotos und Videos ist vor allem bei Instagram enorm wichtig!
  • Nutze passende Hashtags für deine Postings. Aber übertreibe es bitte nicht. Optimal sind zwischen 4 bis 8 Hashtags pro Beitrag.
  • Folge anderen Accounts die dich interessieren. Auch ein netter Kommentar oder ein Like wird immer gerne gesehen und macht auf dich aufmerksam.
  • Poste regelmäßig neue Inhalte. Ein Account, der nur selten etwas postet ist für die User langweilig.
  • Teile deine Fotos und Videos von Instagram auch auf anderen sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook oder Twitter.

Aber blicken wir der Wahrheit ins Auge. Auch der beste Content verbreitet sich nicht automatisch von ganz alleine!

Mehr Instagram Follower bekommen mit Werbeanzeigen

Wie bereits erwähnt gibt es aktuell bei Instagram (noch) kein spezielles Anzeigenformat um die Anzahl der Follower zu steigern.

Die von Facebook bekannte Möglichkeit eine Seite mit Page Like Ads hervorheben zu können fehlt bei Instagram.

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Allerdings erlaubt und ermöglicht es Instagram die Nutzer mit Anzeigen auf eine Website zu leiten. Und wer hat gesagt, dass dein Instagram-Account keine Website ist?! 😉

In den folgenden 6 Schritten zeige ich dir, wie du mit Anzeigen bei Instagram mehr Follower bekommen kannst.

1. Schritt: Erstelle eine neue Kampagne mit dem Ziel “Klicks auf die Webseite”

Als erstes öffnest du den Werbeanzeigenmanager bei Facebook und wählst als Ziel für die Kampagne “Leite Menschen auf deine Webseite” aus.

Anschließend wirst du aufgefordert die URL deiner Website einzufügen. Aber aufgepasst! Hier fügst du nicht die URL deiner Website ein.

Stattdessen fügst du dort als Ziel-URL die Adresse deines Instagram-Profils ein.

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Die Adresse bzw. URL von deinem Profil findest du, indem du dich über die Instagram-Webansicht einloggst und dein Profil aufrufst.

Sie setzt sich zusammen aus instagram.com + deinem Nutzernamen, also z.B. https://www.instagram.com/adsventuredeDiese URL fügst du als Ziel-URL für die Kampagne ein.

2. Schritt: Definiere die Zielgruppe und das Budget für deine Kampagne

Im nächsten Schritt bestimmst du zunächst die Zielgruppe der Kampagne. Du definierst, wen du mit deinen Anzeigen auf Instagram erreichen möchtest.

Für Kampagnen bei Instagram stehen alle von Facebook bekannte Targeting-Möglichkeiten zu Verfügung. Und diese Möglichkeiten sind genial. Mehr zu den Targetion-Optionen erfährst du hier.

Folgende Targeting-Möglichkeiten sind für Instagram-Kampagnen besonders spannend:

Custom Audiences: Mit den Custom Audiences kannst du auf Instagram Personen erreichen, die deine Webseite besucht haben, dein Newsletter abonniert haben oder schon deine App nutzen. Tipp: Erstelle eine Website Custom Audience und spreche die Besucher deiner Webseite erneut auf Instagram mit deinen Anzeigen an (quasi Instagram Retargeting).

Lookalike Audiences: Sprich auf Instagram z.B. die Lookalike Audiences deiner Newsletterabonnenten oder Facebook-Fans an. Füge dazu eine Lookalike Audience unter der Option “Custom Audiences” hinzu.

Targeting nach Interessen und demografischen Merkmalen: Sprich Personen auf Instagram anhand ihrer Interessen und demografischen Merkmalen an. Tipp: Nutze dazu auch die Funktion “Zielgruppe eingrenzen”. Damit kannst du deine Zielgruppe noch genauer definieren. Ich definiere meine Zielgruppe z.B. anhand ihres Alters (21 bis 54 Jahre und der Interessen “Digitales Marketing” UND “Marketing für soziale Medien”.

Instagram_Follower_bekommen

Sprich deine Facebook Fans auf Instagram an: Füge unter “Verbindungen” die Fans deiner Fanpage als Zielgruppe hinzu. So kannst du auf Instagram deine Facebook Fans targeten und zu Follower machen. Ziemlich cool, was? 😉

Behalte bei der Zielgruppenauswahl allerdings immer im Hinterkopf, dass die Reichweiten von Instagram kleiner sind als bei Facebook. Die definierte Zielgruppe sollte also nicht all zu „spitz“ sein.

Die auf der rechten Seite des Werbeanzeigenmanagers angezeigte potenzielle Reichweite bezieht sich auf alle Platzierungen (Facebook, Audience Network und Instagram).

Die Reichweite deiner Zielgruppe auf Instagram siehst du ein Stück weiter unten.

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In diesem Beispiel lassen sich die Reichweitenunterschiede gut erkennen. Auf allen verfügbaren Placements könnte ich ca. 120.000 Personen mit meiner Zielgruppendefinition erreichen. Bei Instagram verkleinert sich die Reichweite mit derselben Zielgruppe allerdings auf 25.000 Personen.

An diesem Beispiel kannst du gut erkennen, dass deine Zielgruppendefinition für Instagram nicht all zu granular sein sollte.

Bei der Einstellung des Budgets hast du die Wahl zwischen einem Tages- oder Laufzeitbudget. Beachte, dass das Tagesbudget bei einer Link-Klick Kampagne immer mindestens 5€ betragen muss.

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Die Optimierung einer solchen Kampagne sollte auf “Link Klicks auf deine Webseite” erfolgen. Die Auslieferung deiner Anzeigen wird dann auf die maximale Menge an Klicks auf deinen Link optimiert. Das ist die automatisch gewählte Einstellung. Hier musst du also nichts anpassen.

Bei „Gebotswert“ empfehle ich dir ein manuelles Gebot abzugeben. Gib hier den Betrag an, den du maximal bereit bist pro Klick zu bezahlen. Idealerweise entspricht dieser Betrag dann auch dem Preis pro Follower. Dazu aber später mehr.

3. Schritt: Wähle nur Instagram als Platzierung aus

In diesem Schritt kümmern wir uns darum, dass deine Anzeigen auch nur auf Instagram platziert werden.

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Klicke dazu auf „Wähle deine Platzierungen aus“. Wie im Screenshot darf nur Instagram als aktive Platzierung ausgewählt sein.

4. Schritt: Erstelle deine Anzeigen & tagge deinen Instagram-Account

Kümmern wir uns im nächsten Schritt um die Anzeigen, mit welchen du auf dein Instagram-Profil verlinkst.

Zur Auswahl stehen hier Link Ads mit einem Foto bzw. Video oder Carousel Ads mit bis zu fünf verschiedenen Fotos.

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Grundsätzlich empfiehlt es sich immer verschiedene Anzeigen und Formate zu testen, um zu sehen welches schlussendlich die klickstärkste Anzeige ist.

Für eine Link Ad mit einem Foto gelten folgende Design-Empfehlungen:

  • Idealerweise ein für Instagram typisches, quadratisches Bildseitenverhältnis.
  • Eine Bildgröße von mindestens 1.080 x 1.080 Pixel.
  • Ein Text von maximal 125 Zeichen – bei längeren Texten erscheint sonst ein “Mehr…”-Button und der User kann den kompletten Text erst nach einem Klick lesen.
  • Das von dir verwendete Bild darf nicht mehr als 20% Text beinhalten. Das kannst du mit der Rasterfunktion überprüfen.
  • Tipp: Verwende einen Call-to-Action Button, z.B. “Mehr ansehen” – das erhöht in der Regel die Klickraten.

Für eine Carousel Ad mit mindestens 3 und maximal 5 Fotos gelten folgende Design-Empfehlungen:

  • Eine Bildgröße von mindestens 1.080 x 1.080 Pixel.
  • Ein Text von maximal 125 Zeichen – bei längeren Texten erscheint sonst ein “Mehr…”-Button und der User kann den kompletten Text erst nach einem Klick lesen
  • Die von dir verwendeten Bilder dürfen nicht mehr als 20% Text beinhalten. Das kannst du mit der Rasterfunktion überprüfen.
  • Aktivere die Option die Bilder automatisch nach Performance zuerst anzeigen zu lassen.
  • Tipp: Verwende einen Call-to-Action Button, z.B. “Mehr ansehen” – das erhöht in der Regel die Klickraten.

Mehr Informationen zu den Richtlinien für Anzeigen und alle Design-Empfehlungen findest du im offiziellen Leitfaden für Werbeanzeigen.

Falls noch nicht geschehen, muss an dieser Stelle noch dein Instagram-Profil mit dem Werbeanzeigenmanager verknüpft werden.

Scrolle dazu im Werbeanzeigenmanager nach unten bis zu der Option „Instagram-Konto“.

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Anschließend klickst du auf “Konto hinzufügen” und gibst die Zugangsdaten deines Instagram Accounts ein. Und schon ist die Verknüpfung hergestellt.

In diesem Beispiel verwende ich ein Bild für meine Anzeige. Ich erstelle also eine Link Ad mit einem quadratischen Bild. Dadurch wird die Anzeige mehr “Instagram-like” und fügt sich nativer in das Umfeld ein.

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Achte bei dem Text darauf dich möglichst kurz zu halten. Auf keinen Fall solltest du mehr als die empfohlenen 125 Zeichen verwenden. Längere Anzeigentexte werden im Feed gekürzt dargestellt und hinter einem “Mehr”-Button versteckt. Und das ist alles andere als optimal!

In meinem Beispiel verwende ich einen Text mit 86 Zeichen: “Dein Blog rund um Werbung bei Facebook, Instagram & Twitter. Folge jetzt @adsventurede”.

Hier ist der Permalink zu meinem Instagram-Posting bzw. der Anzeige aus diesem Beispiel.

Tipp: Vertagge dein Instagram-Profil im Anzeigentext

Vertagge deinen Instagram-Account im Anzeigentext, indem du ein @-Zeichen vor den Namen deines Profils setzt. Im Newsfeed wird daraus automatisch eine Verlinkung erstellt. Klickt ein User auf diesen Tag, landet er direkt auf deinem Profil. Ich setze dazu ein @ vor meinen Accountnamen “adsventurede” (@adsventurede).

Damit werden die User an drei Stellen auf dein Profil verlinkt: bei einem Klick auf das Bild, auf den Call-to-Action-Button oder auf den Tag deines Profils.

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Call-to-Action Buttons erhöhen in der Regel die Klickraten von Anzeigen. In meinem Beispiel verwende ich eine “Mehr ansehen”-Schaltfläche.

Folgende Call-to-Actions stehen aktuell zur Auswahl: “Jetzt bewerben”, “Jetzt buchen”, “Kontaktiere uns”, “Herunterladen”, “Mehr dazu”, “Jetzt einkaufen”, “Registrieren” und eben “Mehr ansehen”.

Für eine Kampagne mit der du mehr Instagram Follower bekommen möchtest eignen sich die “Mehr dazu”- oder “Mehr ansehen”-Buttons. Alle anderen Optionen halte ich für eher ungeeignet.

Du solltest bei einer Instagram Kampagne immer mehrere Varianten von Anzeigen erstellen um A/B-Tests durchzuführen. Teste verschiedene Bild-Text-Varianten gegeneinander und prüfe, welches die klickstärkste Anzeige ist.

Lasse dazu alle Anzeigen einige Tage laufen und pausiere dann die Anzeigen mit den schwächsten Ergebnissen.

Achtung: Aktuell werden im Reporting des Werbeanzeigenmanagers noch keine Instagram-Follower ausgewiesen. Es können aktuell nur die Klicks auf deinen Link, sowie die Kommentare und Likes für deinen Beitrag reported werden.

Daraus ergibt sich ein Nachteil für die Optimierung einer solchen Kampagne. Eine Kampagne kann damit nur auf Link-Klicks und nicht auf Follower optimiert werden. Mehr dazu im Fazit des Artikels.

5. Schritt: Starte deine Kampagne und überwache die Ergebnisse

Okay, jetzt kann es los gehen! Mit einem Klick auf “Bestellung aufgeben” stellst du die Kampagne live.

Falls du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du mit einem Klick auf “Bestellung überprüfen” noch mal alle Einstellungen der Kampagne aufrufen.

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Ich habe in diesem Beispiel meine Facebook Fans als Zielgruppe definiert und bin bereit maximal 0,54€ pro Link Klick zu bezahlen.

Und wie in Schritt 2 beschrieben lasse ich die Auslieferung meiner Anzeigen auf Link Klicks optimieren.

Fazit

Auch auf Instagram verbreitet sich der ansprechendste Content nicht automatisch ganz von alleine.

Neben den eingangs beschriebenen Möglichkeiten organisch mehr Instagram Follower zu bekommen, sind Link Ads aktuell eine spannende Ergänzung. Zumindest so lange, bis Instagram mit einem spezielle Anzeigenformat für diese Zielsetzung nachlegt.

Denn leider haben die hier beschriebenen Link Ad Kampagnen um Instagram Follower zu generieren einen Nachteil.

Im Reporting des Werbeanzeigenmangers ist es aktuell (noch) nicht möglich die über eine Kampagne gewonnenen Follower auszuweisen.

Aktuell können nur Klicks auf einen Link, sowie Kommentare und Likes für einen Beitrag reported werden.

Da bleibt leider nur eine sehr rudimentäre Methode die Kampagne zu überwachen: Überprüfe ob mit den Klicks auf deine Anzeigen auch die Zahl deiner Follower steigt.

Ich weiß, das ist nicht gerade optimal. Bis die Reporting-Möglichkeiten ausgebaut werden, bleibt das allerdings die einzige Möglichkeit die Ergebnisse der Kampagne zu messen.

Und bis dahin warten wir gespannt auf offizielle Page Follow Ads bei Instagram… 😉

Wer schreibt das hier?

Florian Litterst

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Als Berater für digitales Marketing ist Florian seit vielen Jahren fasziniert von Facebook und Social Media Advertising. Mit seinen Tutorials, Strategien & Tipps hilft er Unternehmen dabei, ihre Kampagnen aufs nächste Level zu heben, sowie mehr über dieses spannende Werbeumfeld zu lernen.

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3 Comments on “Wie du mit Werbeanzeigen mehr Instagram Follower bekommen kannst”

  1. “Leite Menschen auf deine Webseite” ist als Ziel gar nicht zum Auswählen vorgegeben. Es wird Folgendes vorgegeben:
    Bekanntheit
    Erwägung
    Conversion

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