Facebook Budget Optimization: Wie dir diese Funktion bei der Optimierung deines Kampagnenbudgets hilft

Florian LitterstFacebook WerbungHinterlasse einen Kommentar

Facebook arbeitet ständig daran, das operative Kampagnenmanagement für uns Werbetreibende zu vereinfachen und entwickelt regelmäßig neue Funktionen.

Manche dieser neuen Funktionen sind nett. Und manche sind so gut, dass ich es kaum erwarten kann, sie einzusetzen.

Eine Funktion, die für mich zu den spannendsten neuen Features der letzten Monate gehört, ist die Optimierung des Kampagnenbudgets bzw. die Budget Optimization.

Die Planung und Aufteilung des eingesetzten Werbebudgets zwischen den verschiedenen Zielgruppen bzw. Adsets, gehört zu den aufwändigsten und zeitintensivsten Aufgaben bei der Kampagnenbetreuung – sowohl vor, als auch nach dem Start einer Kampagne.

Aus diesem Grund führt Facebook nun ein neues Feature zur automatischen Optimierung von Kampagnenbudgets ein: Campaign Budget Optimization.

Mit Hilfe dieser Funktion kannst du dein eingesetztes Werbebudget automatisch anzeigengruppenübergreifend optimieren lassen. Das ist praktisch und spart eine Menge Zeit. Welche Vorteile dieses neue Feature mit sich bringt, schauen wir uns im Folgenden an.

Hinweis: Budget Optimization befindet sich aktuell im Rollout und soll voraussichtlich Anfang 2018 in allen Werbekonten zur Verfügung stehen.

Facebook Budget Optimization: So funktioniert die Budget-Optimierung

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Status Quo.

Bisher musste das Werbebudget (als Tages- oder Laufzeitbudget) zwischen den verschiedenen Anzeigengruppen einer Kampagne verteilt werden, woraus sich dann das Gesamtbudget ergab.

Die Kampagne im folgenden Beispiel beinhaltet drei Anzeigengruppen mit einem Tagesbudget von jeweils 10 €. Daraus ergibt sich entsprechend ein Gesamtbudget von 30 € pro Tag.

Das Budget musste bisher also vorab geplant und anschließend bestenfalls während der Kampagnenlaufzeit je nach Performance angepasst werden – indem bspw. das Tagesbudget in Anzeigengruppe 1 gesenkt und in Anzeigengruppe 2 erhöht wird.

Ein zeitintensiver Prozess, der jetzt ein Ende hat.

Denn durch die neue Funktion der Budget-Optimierung bzw. Budget Optimization ist es nun möglich, die Verteilung des Werbebudgets automatisch zwischen allen Anzeigengruppen einer Kampagne durch Facebook optimieren zu lassen.

Facebook ermittelt dabei kontinuierlich und automatisch die besten Möglichkeiten für die gewünschten Ergebnisse (also bspw. für Klicks oder Conversions) innerhalb aller Anzeigengruppen und verteilt dein Kampagnenbudget in Echtzeit so zwischen den Adsets, dass du mit deiner Kampagne insgesamt die besten Ergebnisse erhältst.

Die Budget-Optimierung steht sowohl im Quick-Creation Flow, als auch in der angeleiteten Erstellung einer Kampagne zur Verfügung und muss bei der Kampagnenerstellung aktiviert werden.

Hinweis: Ein nachträglicher Wechsel von Anzeigengruppenbudget (wie du es bisher gewohnt warst) zu einem Kampagnenbudget ist leider nicht möglich.

Wenn du die Funktion des automatisch optimierten Kampagnenbudgets nutzt, kannst du – wie bei der Festlegung des Budgets auf Adset-Ebene – zwischen einem Tages- oder Laufzeitbudget wählen.  

Zusätzlich hast du die Möglichkeit, für einzelne Adsets Ausgabenlimits festzulegen. Ausgabenlimits sind gewünschte, aber nicht garantierte Mindestwerte oder garantierte Maximalwerte des Budgets (mehr als dieser Betrag wird nicht ausgegeben). Im Prinzip handelt es sich dabei um Budget-„Leitplanken“ für deine Anzeigengruppen.

Wenn du ein solches Ausgabenlimit festlegst, schränkt das allerdings die Flexibilität bei der Optimierung deines Kampagnenbudgets ein.

Ein Ausgabenlimit ist dann sinnvoll, wenn du innerhalb eines Adsets auf jeden Fall ein Mindestbudget ausgeben möchtest (um eine entsprechende Mindestreichweite zu erhalten) – z. B. wenn du eine neue Zielgruppe testen möchtest und dafür eine Mindestanzahl an Impressionen bzw. Daten benötigst.

Nutzt du die Budget-Optimierung, erfolgt auch die Wahl der Gebotsstrategie auf Kampagnenebene (in Form einer Gebotsstrategie für die Kampagne) und nicht auf Anzeigengruppenebene.

Die Unterschiede der verschiedenen Gebotsstrategien

Je nachdem, welchen Kampagnentyp (Traffic, Conversions etc.) du auswählst, stehen dir folgende Gebotsstrategien zur Verfügung:

  • Niedrige Kosten (ohne Maximalgebot – hieß früher “automatisches Gebot”)
  • Niedrige Kosten mit Maximalgebot (entspricht der bisher als “manuelles Gebot” bezeichneten Strategie)
  • Zielkosten (Durchschnittskosten – steht aktuell für App Install-, Conversion- oder Katalogverkauf-Kampagnen zur Verfügung)

Jede Gebotsstrategie hat Vor- und Nachteile und ist mit einem Trade-Off verbunden.

Die höchste Kostenkontrolle bekommst du durch die Wahl der Strategie “Niedrigste Kosten mit Maximalgebot” (früher: manueller Bid).

Hierbei besteht allerdings die Gefahr, dass deine Anzeigen aufgrund eines zu niedrigen Gebots nur gering oder im schlimmsten Fall überhaupt nicht ausgeliefert werden.

Wählst du die Strategie “Niedrigste Kosten ohne Maximalgebot” (früher: automatisches Gebot) erhältst du zwar wahrscheinlich die volle Auslieferung deiner Anzeigen, hast aber weniger Kontrolle über die Kosten (die ggfs. auch im Laufe der Zeit steigen).

Bei der Wahl der Gebotsstrategie “Zielkosten” (alias Durchschnittskosten) gibst du Facebook wiederum mehr Freiheiten innerhalb der Auktion.

Facebook kann bei dieser Strategie ein Gebot über und unterhalb deines Durchschnittskostengebots wählen, wodurch die Kosten pro Ergebnis idealerweise stabil gehalten werden können – insbesondere, wenn du dein Kampagnenbudget erhöhst. Nach etwa 50 Ergebnissen (z. B. Conversions) – also nach der Lernphase – schafft es Facebook dabei, so nahe wie möglich an deine gewünschten Zielkosten zu kommen.

Wenn du bisher keiner Erfahrungswerte hinsichtlich der Kosten pro Ergebnis (z. B. pro Klick oder Conversion) hast, ist es ratsam mit der Strategie “Niedrigste Kosten” zu starten und kein Maximalgebot festzulegen. Auf diese Weise erhalten deine Anzeigen zunächst eine stabile Auslieferung.

Anschließend kannst du, um die Kosten deiner Kampagne stabil zu halten, ggfs. auf “Durchschnittskosten” (bei App Install-, Conversion- oder Katalogsale-Kampagnen) wechseln – z. B. bevor du dein Budget erhöhst.

Die Strategie “Niedrigste Kosten mit Maximalgebot” ist von allen Varianten die restriktivste Strategie. Diese Option kannst du wählen, wenn du bereits Erfahrungswerte aus vergangenen Kampagnen hast oder die Kosten einen bestimmten Wert auf gar keinen Fall übersteigen dürfen.

So hilft dir die Budget-Optimierung die besten Ergebnisse für deine Kampagne zu erhalten und die Performance zu verbessern

Die folgende Grafik verdeutlicht, wie dir die Budget-Optimierung dabei hilft, mit demselben Gesamtbudget insgesamt mehr Conversions zu erhalten.

Statt für drei Adsets jeweils ein Tagesbudget von 10 € festzulegen (links), kannst du mit Hilfe dieser Funktion ein Kampagnenbudget von insgesamt 30 € festlegen (rechts).

Erkennt Facebook dann, dass in Adset 2 mehr Chancen für günstige Conversions vorhanden sind, wird das Budget in Adset 1 und 3 automatisch reduziert und in Adset 2 erhöht. Auf diese Weise können mit demselben Tagesbudget (30 €) insgesamt 15 statt 10 Conversions generiert werden.

Klingt mega? Ist es auch!

Einige Dinge sind allerdings nicht möglich, wenn du die automatische Budget-Optimierung nutzt:

  • eine beschleunigte Auslieferung deiner Anzeigen
  • das Schalten deiner Anzeigen nach einem Zeitplan.

Doch das ist wohl zu verkraften.

Meine ersten Erfahrungen mit der Budget Optimization

Unabhängig vom gewählten Kampagnentyp zeigten meine ersten Tests, dass diese Funktion hält, was sie verspricht.

Entlang aller Anzeigengruppen erkannte Facebook zuverlässig die besten Chancen für die günstigsten Conversions und allokierte die Budgets entsprechend.

Fazit

Budget Optimization bzw. die automatische Budget-Optimierung des Kampagnenbudgets ist für mich eines der spannendsten neuen Features, das Facebook im Jahr 2017 entwickelt hat.

Die automatische Optimierung des Kampagnenbudgets spart auf der einen Seite viel Zeit beim operativen Kampagnenmanagement (weniger Budgets müssen manuell verwaltet werden) und führt auf der anderen Seite dazu, dass die Gesamtperformance gesteigert werden kann. Denn höchstwahrscheinlich erkennt Facebooks Algorithmus mögliche Chancen (bspw. für Conversions) anzeigengruppenübergreifend in den meisten Fällen zuverlässiger und schneller.

Sollte diese Funktion in deinem Werbekonto ausgerollt sein: Go for it!

Welche Erfahrungen hast du mit Budget Optimization gemacht? Lass mir gerne einen Kommentar hier.

Wer schreibt das hier?

Florian Litterst

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Florian ist fasziniert von Social Media Advertising. Mit seinen Tutorials, Strategien & Tipps hilft er Werbetreibenden dabei, mehr aus ihren Kampagnen bei Facebook & Co. herauszuholen. Er ist außerdem bei der Digitalagentur Burda Direct interactive GmbH beschäftigt.

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