Björn Tantau im Interview: Wie du Facebook Ads für nur 1 Cent bekommst

Florian LitterstBlog, Facebook Werbung2 Kommentare

Björn Tantau kennt den Facebook Werbekosmos wie seine linke Westentasche.

Seit 10 Jahren betreibt Björn Marketing auf Facebook und schaltete seitdem tausende von Anzeigen. Doch auch er musste sich anfangs langsam an das Thema herantasten, was ihn viel Zeit, Nerven und auch Geld gekostet hat.

Irgendwann hatte er dann allerdings den Dreh raus und entwickelte eine Technik, wie er super günstig Anzeigen bei Facebook schalten konnte. Dazu probierte er vieles aus, verwarf einiges, optimierte wieder, verzweifelte zwischenzeitlich um schlussendlich eine spannende Formel zu entwickeln: die 1 Cent pro Klick Formel*

„Die 1 Cent pro Klick Formel“ löst das Problem vieler Publisher und Werbetreibender, die Facebook nutzen wollen, um Produkte zu verkaufen oder Traffic zu generieren.

Über diese Formel hat Björn jetzt ein interessantes eBook* geschrieben, welches viele Insights und praktikable Tipps beinhaltet. Und genau darüber möchte ich mit Björn Tantau in diesem Interview sprechen.

Björn, du schaltest schon seit vielen Jahren Werbung auf Facebook. Was genau fasziniert dich daran am meisten?

Björn: Facebook Ads sind kreativ und lassen sich für so gut wie jedes Ziel einsetzen. Das hat mir schon immer am besten gefallen – ganz im Vergleich zu anderen Werbeformaten wie zum Beispiel AdWords. Da geht mittlerweile zwar auch mehr, aber Facebook ist in dem Bereich mittlerweile meilenweit voraus.

Zusätzlich gibt es eben diese gigantische Reichweite, die sich auf Knopfdruck nutzen lässt, um Traffic zu erzeugen (für welchen Zweck auch immer). Das macht Facebook Ads aus meiner Sicht aktuell absolut konkurrenzlos. Jeder Publisher und Advertiser sowieso muss Werbung auf Facebook machen, weil es anderswo in 99% aller Fälle teurer ist.

In deinem eBook beschreibst du, dass du auch immer wieder neue Trends für Facebook Ads (z.B. neue Anzeigenformate oder Targeting-Möglichkeiten) testest. Welchen Trend findest du aktuell am spannendsten? Welchen Trend sollten Werbetreibende im Auge behalten?

Björn: Das ist eigentlich kein konkreter Trend. Im Kern geht es darum, ständig am Ball zu bleiben und zu schauen, welche Formate, Motive und Texte am besten funktionieren. Letztendlich kommt es darauf an, genau die Facebook Ad zu finden, die bei der Zielgruppe am allerbesten ankommt. Klar – dafür muss man auch einen Blick auf die unterschiedlichen Werbeformen werfen. Das ist aber nur die Pflicht… die Kür ist das lukrative Nutzen dieser Werbeformen.

Beispiel “Lead Ads”: Ein hervorragendes Mittel, um schnell und einfach neue Kundenkontakte zu erzeugen. Wenn man aber nicht das richtige CRM hat, um die Leads gleich von Facebook dahin zu übertragen und nahtlos zu nutzen, wird es kompliziert. Dann muss man die Leads exportieren und per Hand in den eigenen Funnel integrieren. Wird im Zweifel auch funktionieren, WENN die Leads anschließend korrekt genurtured werden.

Ganz allgemein: Was ist für dich der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Facebook Kampagne?

Björn: Der wichtigste Faktor ist das eingesetzte Creative – also das Bild. Vom Bild hängt maßgeblich ab, wie gut die Anzeige performt, weil das Bild alle Prozesse, die für eine erfolgreiche Performance verantwortlich sind, in Gang setzt oder unterstützt. Klappt natürlich nur bei Anzeigen, die auch wirklich ein Bild erfordern – aber das sind ja die meisten bei Facebook. Je “besser” das Creative ist, desto erfolgreicher wird die Kampagne – wenn auch die anderen Faktoren stimmen, wie zum Beispiel die Zielgruppe. Logischerweise wird das genialste Motiv auf einem Bild nicht funktionieren, wenn die Zielgruppe verfehlt wurde.

Gibt es Werkzeuge und Tools, die du beim Setup von Kampagnen nutzt (z.B. Audience Insights, Bildbearbeitungstools o.ä.)?

Björn: Ein Blick in die eigenen Statistiken lohnt natürlich. Wer sich die eigenen Beiträge der letzten Monate auf Facebook anschaut, wird feststellen, welche Art von Content grundsätzlich am besten abschneidet. Zusätzlich müssen auch die Statistiken der eigenen Werbeanzeigen immer wieder überprüft werden. Die so gezogenen Schlüsse sind dann die Grundlage für neue Kampagnen.

Bilder bearbeitet man in der Regel mit einer guten Software wie Photoshop – wobei es genug Anzeigen gibt, die mit ganz natürlichen und unbearbeiteten Bilder erfolgreich sind (oft sogar mit Bildern, die fast schon zu “trashig” sind). Auch das kommt auf die jeweilige Zielgruppe an und manchmal bin ich selbst überrascht, dass manche Sachen so gut funktionieren 😉

Als einen ganz wichtigen Erfolgsfaktor einer Facebook Anzeige nennst du in deinem eBook den Relevance Score. Kannst du ganz kurz beschreiben, was sich dahinter verbirgt und wie er die Performance beeinflusst?

Björn: Der Relevance Score ist das “Stimmungsbarometer” bei Facebook Ads. Positives Feedback auf Anzeigen ist leicht zu erkennen – Likes, Shares und nette Kommentare. Negatives Feedback gibt es aber auch… man kann eine Anzeige skippen oder die komplette Facebook Page, die hinter der Anzeige steht, dauerhaft ausblenden oder entfreunden. Auch dieses Feedback muss zur Bewertung der Güte der Anzeige erfasst werden. Der Relvance Score berücksichtigt dieses Feedback und andere Faktoren, um zu zeigen, wie “beliebt” die Anzeige ist und die Skala reicht von 1 (schlecht) bis 10 (gut). Je höher der Relevance Score ist, desto besser wird eine Anzeige performen, weil dann klar ist, dass es wenig(er) negatives Feedback gibt. Für Facebook Grund zur (fast immer) berechtigten Annahme, dass die Werbung in der anvisierten Zielgruppe gut funktioniert.

Gibt es noch weitere wichtige Kennzahlen, auf die man bei der Optimierung von Kampagnen achten sollte?

Björn: Das kommt auf das anvisierte Ziel an. Grundsätzlich sind viele Klicks auf eine Anzeige wünschenswert – aber das muss nicht das Hauptziel sein. Es kann auch sein, dass eine Anzeige möglichst viele Likes bekommen soll, Shares oder Kommentare. Hier muss man sich vorher genau überlegen, welches Ziel erreicht werden soll. Basierend darauf können dann auch die richtigen KPIs bestimmt werden.

Kannst du uns einen Richtwert nennen, wie groß eine Zielgruppe auf Facebook im Idealfall sein sollte?

Björn: Nein, leider nicht – denn dafür habe ich schon zu oft gesehen, dass angeblich zu große oder zu kleine Audiences super funktionieren und solche, die “optimal” sind, überhaupt nicht. Grundsätzlich kann man sich schon an dem “Tacho” von Facebook bei der Erstellung von Anzeigen richtig – aber es ist keine Garantie für erfolgreiche Ads. Insofern auch hier von mir der ganz dringende Tipp, möglichst viele Varianten auszuprobieren… nur so nähert man sich letztlich seinem Ziel.

Facebook hat in den letzten Monaten Instagram mehr und mehr in den eigenen Werbekosmos integriert. Wie sind deine Erfahrungen bisher mit Instagram Ads?

Björn: Instagram Ads funktionieren aus meiner Sicht nicht ganz so gut wie Ads auf Facebook. Aus meiner Sicht liegt das an der noch recht kurzen Zeit, in der Instagram Ads überhaupt geschaltet werden können. Bei Facebook war das in der Anfangszeit hier und da auch ein bisschen unübersichtlich und klappte nicht immer überzeugend. Aktuell gebe ich Facebook den Vorzug, vor allem, wenn die Werbung nicht ZU visuell ist. Wenn es sich um bildgewaltige Werbung handelt, zum Beispiel für Mode oder Beauty, dann sind Instagram Ads aber auch jetzt schon erste Wahl.

Zum Schluss möchte ich noch auf ein Zitat von Friedrich Nietzsche zurückgreifen, welches du auch in deinem Buch verwendest: „Wer fliegen will, muss erst laufen lernen!“. Und wie das beim laufen lernen so ist: man fällt ab und zu auf die Nase. Welchen Fehler sollten Werbetreibende deiner Erfahrung nach unbedingt vermeiden, damit sie sich zum Start keine blutige Nase holen?

Björn: Sie sollten nicht nur auf EINE Anzeige setzen, sondern möglichst viel variieren und ausprobieren. Auf keinen Fall das komplette Werbebudget auf ein Pferd setzen und das Risiko streuen! Dafür ein bisschen Geduld haben, schauen, welche der Anzeigen am besten funktioniert. Klassisches A/B-Testing halt 😉 Nur so findet man die optimale Anzeige, oder besser gesagt: Nur so findet man heraus, wie man am wenigsten zahlt und gleichzeitig am meisten Umsatz macht (positiver Return on Advertising Spend, nur darum geht es)…

Vielen Dank Björn für das spannende und ausführliche Interview!

Du kannst Björn Tantaus eBook „Die 1 Cent pro Klick Formel für Facebook Ads” hier* bestellen.

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Wer schreibt das hier?

Florian Litterst

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Als Berater für digitales Marketing ist Florian seit vielen Jahren fasziniert von Facebook und Social Media Advertising. Mit seinen Tutorials, Strategien & Tipps hilft er Unternehmen dabei, ihre Kampagnen aufs nächste Level zu heben, sowie mehr über dieses spannende Werbeumfeld zu lernen.

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2 Comments on “Björn Tantau im Interview: Wie du Facebook Ads für nur 1 Cent bekommst”

  1. Wenn hier mit Björn ein FB Ads Experte am Start ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, eine Frage zu stellen. Beim Definieren der Zielgruppe hat man ja die Möglichkeit, auch Fanpages zu targetieren. Facebook zeigt dabei aber nie alle Fanpages an, die es zu einem Thema gibt. Woran liegt das? Und welche Kriterien muss eine Fanpage aufweisen, damit man auf sie targetieren kann?
    Vielen Dank für Euer Feedback!
    Gruß, Thomas

    1. Hey Thomas,

      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      Leider gibt es da keine konkrete Grenze oder Richtlinie, ab wann eine Fanpage unter dem Targeting nach Interesse verfügbar ist. Die Fanpage muss für genügend Interaktionen auf Facebook (Fans) verfügen und wird dann irgendwann in der Datenbank als Targeting aufgenommen. Da hilft leider nur trial and error. Ein hilfreiches Tool um Zielgruppen besser zu verstehen und ggfs. auf neue Ideen für das Targeting zu kommen sind die Audience Insights: https://www.adsventure.de/facebook-audience-insights/

      Beste Grüße, Florian

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