Lektion 4: Der Facebook Pixel als Basis deiner Kampagnen: Setup, Funktionen & die besten Tools zur Integration

Lektion 4: Der Facebook Pixel als Basis deiner Kampagnen: Setup, Funktionen & die besten Tools zur Integration

 

Der Facebook Pixel bildet die Grundlage jedes erfolgreichen Kampagnen-Setups. Denn nur mit der Hilfe des Facebook Pixels ist es möglich, das volle Potenzial aus deinen Kampagnen auf Facebook herauszuholen.

Der Facebook Pixel ist eine All-In-One-Lösung und ermöglicht Conversion-Tracking, Retargeting (in Form von Website Custom Audiences) und die Auslieferungsoptimierung deiner Anzeigen für “wichtige Handlungen” bzw. Conversions.

Hinweise zum Facebook Pixel & Datenschutz
Informationen zum rechtssicheren Einsatz des Facebook Pixels findest du in diesem Artikel von Rechtsanwalt Thomas Schwenke. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Opt-Out Lösung für den Facebook Pixel anbietest.

Nur mit dem Facebook Pixel kannst du die Ergebnisse deiner Kampagnen korrekt innerhalb des Werbeanzeigenmanagers analysieren und schlussendlich auch aufgrund der wirklich wichtigen Kennzahlen optimieren.

Ein großer Vorteil dabei: Dadurch, dass Facebooks Tracking-Technologie nicht (nur) auf Cookies basiert, kann das Nutzerverhalten sogar device-übergreifend nachverfolgt werden.

Tipp: Mit Hilfe der Aufschlüsselungsfunktion innerhalb des Werbeanzeigenmanagers kannst du dir eine Auswertung von Cross-Device-Conversions anzeigen lassen. Nutze dazu als erste Aufschlüsselung “Nach Auslieferung” + “Gerät (Impression)” und zusätzlich eine Aufschlüsselung “Nach Handlung” + “Conversion-Gerät”.

Wie du in der Abbildung siehst, ist der Facebook Pixel wirklich ein Pixel für alles. Mit ihm kannst du:

  • Retargeting mit Hilfe von Website Custom Audiences durchführen (Basis dafür sind die aufgerufenen URLs oder Meta-Daten deiner Website, die der Facebook Pixel erfasst) – mehr dazu in der nächsten Lektion
  • Lookalike Audiences von Besuchern oder deren Handlungen auf deiner Website erstellen – mehr dazu in der übernächsten Lektion
  • alle Conversions (z. B. Verkäufe, Newsletter-Anmeldungen usw.) infolge deiner Kampagnen messen
  • die Auslieferung deiner Anzeigen für “wichtige Handlungen” bzw. Conversions optimieren lassen und so den ROAS (Return on Adspend) deiner Kampagnen steigern
  • Dynamic Ads schalten und automatisiert dein komplettes Produktsortiment auf Facebook bewerben
  • benutzerdefinierte Conversions auf Basis von URLs einrichten
  • die Ergebnisse deiner Advertising Aktivitäten entlang des kompletten Facebook Kosmos (Facebook, Instagram, Messenger & Audience Network) messen
  • die Zielgruppen-Insights deiner Website-Besucher analysieren, um deine Zielgruppe besser kennenzulernen (Basis hierfür ist eine Website Custom Audience).

Setup des Facebook Pixels

Die Einrichtung eines Facebook Pixels ist nicht schwer und erfolgt über den Werbeanzeigenmanager bzw. dein Werbekonto bei Facebook. Dort findest du das Pixel-Menü innerhalb der Kategorie “Elemente”.

Falls du deinen Pixel bereits eingerichtet hast, findest du ihn dort. Ansonsten klickst du auf “Pixel erstellen”, um deinen individuellen Facebook Pixel zu erhalten.

Beim Facebook Pixel handelt es sich um einen Javascript-Code (wie bspw. ein Google Analytics-Code), den du im Head-Bereich deiner Website einbauen solltest.

Die Basis-Version des Facebook Pixels, das durch das Tracking-Event “PageView” abgebildet wird, sieht folgendermaßen aus:

Hinweis: Pro Werbekonto gibt es immer einen Facebook Pixel mit einer eindeutigen Pixel-ID. Falls du für verschiedene Websites oder Projekte mehrere Pixel benötigst, kannst du entweder über den Business Manager pro Projekt ein neues Werbekonto erstellen oder über den Business Manager mehrere Pixel anlegen. Ein Pixel lässt sich aber auch problemlos auf mehreren, unterschiedlichen Websites einbauen. Arbeitest du als Agentur für einen Kunden, der bereits einen Facebook Pixel im Einsatz hat, kann der Pixel mit dir über den Business Manager geteilt werden.

Das im obigen Screenshot gezeigte Event “PageView” stellt die Basis-Version des Facebook Pixels dar. Diese Basis-Version solltest du im kompletten Head-Bereich deiner Website einbauen. Anschließend kannst du mit Hilfe der Website Custom Audiences deine ersten Retargeting-Maßnahmen auf Facebook starten. Mehr zu Website Custom Audiences erfährst du in der nächsten Lektion meines Kurses.

Sinnvollerweise solltest du allerdings nicht nur die Basis-Version des Pixels einbauen, sondern auch das Conversion-Tracking und ggfs. Custom-Events auf deiner Website einrichten.

Der Einbau des Facebook Pixels kann entweder manuell erfolgen (was ich dir nicht empfehle), mittels eines Tag Managers, wie etwa dem Google Tag Manager oder mit Hilfe eines Plugins bzw. einer 3rd-Party-Integration. Alle Informationen zum Einbau des Facebook Pixels und eine Übersicht hilfreicher Plugins bekommst du am Ende dieser Lektion.

Conversion-Tracking mit dem Facebook Pixel

Ein funktionierendes Conversion-Tracking ist die Grundlage für sinnvolle Analysen und Optimierungen einer Kampagne. Oder anders ausgedrückt: Misst du die Conversions, die in Folge deiner Facebook-Kampagne entstehen, nicht, gleicht das einem Blindflug.

Ohne Conversion-Tracking könntest du im Reporting deiner Kampagne zwar sehen, welche Zielgruppe(n) oder Anzeige(n) die klickstärksten sind – du hast allerdings keine Ahnung, ob dadurch auch die gewünschten Handlungen ausgelöst werden, ob z. B. die Personen, die auf deine Anzeigen klicken, auch etwas bei dir gekauft haben.

Um Conversions auf deiner Website mit Hilfe des Facebook-Pixels messen bzw. nachverfolgen zu können, gibt es grundsätzlich drei Methoden:

  1. Conversion-Tracking mit Hilfe von Standard-Ereignissen bzw. Standard-Events
  2. Conversion-Tracking mit Hilfe von Custom-Events
  3. Tracking der Handlungen mit benutzerdefinierten Conversions

Mit den Standard-Ereignissen des Facebook Pixels und benutzerdefinierten Conversions kannst du Handlungen auf deiner gesamten Webseite nachverfolgen.

Standard-Events bieten einen größeren Funktionsumfang, benutzerdefinierte Conversions sind hingegen einfacher einzurichten, da hierfür weniger Code-Anpassungen vorgenommen werden müssen. Allerdings können benutzerdefinierte Conversions aufgrund eines höheren Fehlerrisikos unter Umständen ungenauer sein als Standard-Ereignisse. Außerdem können mit benutzerdefinierten Conversions keine Dynamic Ads umgesetzt werden. Großer Minuspunkt!

Facebook kennt insgesamt neun Standard-Events für das Tracking (z. B. für das Messen von Aufrufen einer Produkt-Detailseite alias “ViewContent”, dem “Hinzufügen zum Warenkorb” oder dem Kauf eines Produktes alias “Purchase”). Sollten dir diese Standard-Ereignisse nicht ausreichen, ist es auch möglich, individuelle Custom-Events festzulegen und diese für das Tracking bzw. die Übermittlung von Meta-Informationen von deiner Website zu nutzen. Custom-Events kannst du erstellen und nutzen, um nicht standardmäßige Events zu verfolgen.

Mehr zur Einrichtung von Pixel-Events findest du in diesem Artikel oder in der Developers Dokumentation von Facebook.

Möglichkeiten der Pixel-Integration: die besten Tools & Plugins

Der Einbau des Facebook Pixels ist für viele Werbetreibende eine große Herausforderung. Für einen Techie ist das zwar kein Problem, doch nicht jeder ist technisch so versiert, dass er mal eben einen Pixel-Code auf einer Website einbauen oder einen Tag Manager bedienen kann.

Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen muss das auch gar nicht sein. Denn mittlerweile gibt es eine große Anzahl an Tools und Plugins, die dir den Einbau des Facebook Pixels massiv erleichtern.

Einige Tools bzw. Integrationen sind sogar direkt an Facebook innerhalb der Werbekonten angeschlossen.

Auf diese Weise kannst du deinen Facebook Pixel mit wenigen Klicks auf deiner Website, deinem Google Tag Manager oder innerhalb deines Shopsystems implementieren.

Aktuell stehen folgende, direkt angeschlossene Integrationen bzw. Tools im Werbekonto bei Facebook zur Verfügung:

  • WordPress Pixel Plugin
  • WooCommerce
  • Wix
  • Shopify
  • Google Tag Manager
  • Magento
  • BigCommerce
  • Segment
  • Squarespace
  • …und weitere folgen bestimmt!

Am besten überprüfst du, ob eine der in deinem Werbekonto zur Verfügung stehenden Optionen in deinem Fall für den Einbau in Frage kommt und folgst dort allen weiteren Schritten.

Weitere Plugins für WordPress

Wenn du, wie ich, WordPress-Nutzer bist, eignen sich folgende Plugin für den Pixel-Einbau besonders gut:

Facebook Pixel Plugins für Shopsysteme

Aber auch viele Shopsysteme bieten mittlerweile hauseigene Plugins für einen problemlosen Einbau des Facebook Pixels an. In den meisten Fällen genügt es, wenn du die ID deines Facebook Pixels dort einfügst – den Rest erledigt das Plugin.

Plugins für Drupal

Joomla

Magento

Shopware

Shopify

Der Einbau des Facebook Pixels sollte mit diesen Plugins mit wenigen Handgriffen erledigt sein. Sollte in meiner Aufzählung für dein System kein Plugin vorhanden sein, dann frage am besten bei deinem Anbieter (oder Google) nach. Die meisten dieser Plugins benötigen lediglich die ID deines Pixels und übernehmen den Rest, implementieren also auch alle benötigten Events. 

Und wenn du noch mehr hilfreiche Plugins kennst: let me know!

Nachdem wir in dieser Lektion mit dem Facebook Pixel über die wahrscheinlich wichtigste technische Grundlage deines Kampagnen-Setups gesprochen haben, geht es in der nächsten Lektion ans Eingemachte. Dort werden wir uns ansehen, wie du mit dem Interessen-Targeting von Facebook richtig arbeitest.

Viele Grüße, Florian

Diese Lektion ausdrucken:

Überblick über die bisherigen Lektionen:

Lektion 1: Wie die Facebook Ads Auktion funktioniert und die Anzeigenkosten berechnet werden

Lektion 2: Was du über Bid-Types und Gebotsstrategien wissen musst

Lektion3 : So wählst du die richtigen Platzierungen und verbesserst die Auslieferung deiner Facebook Anzeigen

WER SCHREIBT DAS HIER?

Florian Litterst

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Als Berater für digitales Marketing ist Florian seit vielen Jahren fasziniert von Facebook und Social Media Advertising. Mit seinen Tutorials, Strategien & Tipps hilft er Unternehmen dabei, ihre Kampagnen aufs nächste Level zu heben, sowie mehr über dieses spannende Werbeumfeld zu lernen.