10 fundamentale Fehler bei Facebook Werbung die du unbedingt vermeiden solltest

Florian LitterstFacebook Werbung5 Kommentare

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Wenn ich so durch meinen Facebook Newsfeed scrolle, dann sehe ich häufig Anzeigen die mich wirklich erstaunen.

Aber leider nicht im positiven Sinne.

Oft bin ich wirklich schockiert darüber, welche einfachen Dinge bei der Anzeigenschaltung auf Facebook falsch gemacht werden.

Ja, ich weiß. Das Motto von Facebook lautet “Move fast and break things”, “Fail harder” oder wahlweise auch mal “Done is better than perfect”.

Aber muss dieses Credo auch für deine Kampagnen gelten? Ich denke nicht, oder? 😉

Schon ein Fehler kann dazu führen, dass deine Facebook Anzeigen erfolglos verlaufen oder nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Machst du gleich mehrere Fehler bei deinen Kampagnen, verbrennst du im wahrsten Sinne des Wortes bares Geld. #fail

Fehler passieren – keine Frage. Das ist auch nicht weiter schlimm. Die folgenden Fehler bei Facebook Werbung sehe ich allerdings immer und immer wieder.

Das Gute daran ist: du kannst von ihnen lernen und sie vermeiden.

Hier sind 10 fundamentale Fehler bei Facebook Werbung, die du unbedingt bei deinen Kampagnen vermeiden solltest.

1. Fehler: Du benutzt die Funktion “Beitrag bewerben” auf deiner Fanpage

Es kann ganz schön verzwickt sein.

Du hast dir so viel Mühe für den Beitrag auf deiner Fanpage gegeben. Du hast dein ganzes Herzblut in diesen Beitrag gesteckt, den coolsten Text geschrieben und das ansprechendste Bild eingefügt.

Und dann passiert: nichts. Verdammt!

Plötzlich entdeckst du ihn. Diesen kleinen, blauen Button unterhalb deines Beitrags.

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„Beitrag bewerben” scheint im ersten Moment eine gute Idee zu sein. Schließlich sagt Facebook, dass du damit “mehr Personen erreichen” kannst.

Ja, mit dieser Post-Boost Funktion kannst du tatsächlich deine Beiträge bewerben. Zumindest theoretisch. Praktisch solltest du das aber nicht tun. Jedenfalls nicht mit dieser Funktion.

Wenn du diese Funktion wählst, stehen dir erheblich weniger Einstellungsmöglichkeiten zu Verfügung als im regulären Werbeanzeigenmanager. Du kannst damit z.B. deine Zielgruppe nur sehr ungenau bestimmen oder kein manuelles Gebot für deine Kampagne festlegen.

Ergo: du gibst mehr Geld für dasselbe Ergebnis aus.

Nutze für das Aufsetzen einer Kampagne immer den Werbeanzeigenmanger oder Power Editor von Facebook.

2. Fehler: Du wählst ein falsches Kampagnenziel aus

Bevor du eine Kampagne bei Facebook startest, solltest du dir immer Gedanken darüber machen, was du damit erreichen möchtest.

Möchtest du z.B. mehr Traffic für deine Website oder deinen Blog? Oder möchtest du mehr Newsletterabonnenten mit deinen Anzeigen gewinnen?

Über deine Zielsetzung solltest du dir genau im Klaren sein.

Denn häufig wird genau an dieser Stelle ein Fehler gemacht. Das gewünschte Ziel und der bei Facebook ausgewählte Kampagnentyp stimmen nicht überein.

Und das hat Auswirkungen auf die Auslieferung und Optimierung der Kampagne.

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Wenn du z.B. mehr Newsletterabonnenten erhalten möchtest und als Ziel “Klicks auf die Webseite” auswählst, wird die Auslieferung deiner Anzeigen auf Klicks optimiert. Und nicht auf Newsletteranmeldungen.

Wenn ein User auf deinen Link klickt bedeutet das nämlich nicht unbedingt, dass er sich auch für deinen Newsletter anmeldet.

Die Anmeldung zu deinem Newsletter stellt eine Conversion dar. Deshalb wäre in diesem Beispiel das korrekte Kampagnenziel “Steigere die Conversions auf deiner Webseite”.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Zielsetzungen bekommst du in diesem Artikel.

3. Fehler: Du erstellst nur eine einzige Anzeige

Du glaubst du kennst deine Zielgruppe in- und auswendig?

Du weißt auf jeden Fall ganz genau was gut bei deiner Zielgruppe ankommt?

Und du erstellst deshalb nur eine einzige Anzeige für deine Kampagne?

Oder ist es vielleicht Faulheit? 😉

Auch ich war mir in so vielen Fällen schon absolut sicher – diese eine Anzeige wird durch die Decke gehen. Und dann kam es anders. Andere Anzeigen lieferten besser Ergebnisse als die, von der ich mir so viel erhofft hatte.

Bei der Anzeigengestaltung solltest du dir also immer die Mühe machen und verschiedene Varianten erstellen. Selbst in kleinem Stil sind A/B-Test das A und O für den Erfolg einer Kampagne.

Das wichtigste Element einer Facebook Anzeige ist definitiv das Bild. In diesem Artikel findest du 21 kostenlose Bilddatenbanken für soziale Netzwerke. Lass dich dort inspirieren und gestalte für deine Kampagnen immer verschiedene Anzeigenvarianten mit ansprechenden Bildern.

4. Fehler: Du verwendest keine ansprechenden Anzeigenbilder

Der Newsfeed bei Facebook ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Haifischbecken. Es herrscht ein regelrechter Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer.

Um die Aufmerksamkeit der User auf dich und deine Anzeigen zu lenken gibt es einen einfachen Trick: verwende ansprechende Anzeigenbilder.

Zu häufig sehe ich in meinem Feed Anzeigen mit langweiligen Bildern oder nichtssagende Stockfotos. Glaubst du das haut die Leute vom Hocker? Ich denke nicht.

Ansprechende und aussagekräftige Anzeigenbilder sind essenziell für den Erfolg deiner Kampagne.

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Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen kannst du deine Anzeigenbilder mit Call-to-Actions, Logos oder Text den letzten Schliff verpassen. Hier gilt das Motto: weniger ist mehr. Die Bilder deiner Facebook Anzeigen dürfen nicht mehr als 20% Text enthalten. Mit der Rasterfunktion von Facebook kannst du das ganz einfach überprüfen bevor du eine Kampagne startest.

Und in diesem Artikel findest du viele kostenlose Bilddatenbanken für soziale Netzwerke. Die Bilder dieser Datenbanken sind völlig lizenzfrei und können für deine Anzeigen bei Facebook genutzt werden.

5. Fehler: Du hast deine Zielgruppe nicht klar definiert

Kennst du sie auch, diese Anzeigen in deinem Newsfeed bei denen du denkst “WTF”?

Zu viele Werbetreibende schalten Anzeigen bei Facebook, ohne sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht zu haben, wer ihre Botschaft erhalten soll und wer nicht.

Würdest du dich z.B. als Borussia Dortmund Fan von einer Schalke 04 Anzeige angesprochen fühlen? Ich bezweifle es 😉

Facebook bietet die wohl genausten und ausgefeiltesten Möglichkeiten der Zielgruppenansprache am ganzen Markt. Diese Möglichkeiten solltest du nutzen.

Du kannst deine Zielgruppe bspw. nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, Verhalten etc. definieren. Mehr dazu hier.

Falls dir noch das Gefühl für deine Zielgruppe fehlt, gibt es mit den Facebook Audience Insights (oder Zielgruppenstatistiken) ein sehr hilfreiches Tool. Damit kannst du z.B. herrausfinden welche demographischen Merkmale deine Zielgruppe hat oder für was sich sie sich interessiert.

Die Fans von Borussia Dortmund interessieren laut den Audience Insights z.B. für folgende Themen:

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Die Fans von Schalke 04 interessieren sich hingegen für Folgendes:

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Zielgruppen die vermeintlich ähnlich sind, können ganz schön unterschiedlich sein, was? 😉

Grundsätzlich gilt: je relevanter deine Anzeigen für deine Zielgruppe sind, desto besser die Ergebnisse.

In diesem Artikel zeige ich dir 5 Möglichkeiten, die richtige Zielgruppe auf Facebook zu finden.

6. Fehler: Du wählst alle oder die falschen Placements aus

Facebook bietet dir tolle Möglichkeiten eine Zielgruppe zu erreichen. Aber macht es wirklich Sinn, dass du deine Zielgruppe immer dort erreichst, wo die sich gerade in dem Moment befindet?

Spoiler-Alarm: Nein, macht es nicht.

Aktuell bietet Facebook folgende Platzierungsmöglichkeiten für Anzeigen:

  • Newsfeed Desktop bzw. Neuigkeiten auf Desktop-Computern
  • Right Hand Side bzw. Rechte Spalte auf Desktop-Computern
  • Newsfeed Mobile oder Neuigkeiten auf Mobilgeräten
  • Instagram
  • Audience Network (innerhalb angeschlossener Partner-Apps)

Jede dieser Platzierungsmöglichkeiten eignet sich für manche Kampagnenziele besser und für andere schlechter. Im schlimmsten Falle eignet sich ein Placement sogar gar nicht.

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Wenn z.B. deine Landingpage nicht responsive ist, solltest du logischerweise auch keine Anzeigen auf mobilen Geräten platzieren.

Aber auch mit einer mobilfähigen Website gibt es einen guten Grund nicht immer alle Placements gleichzeitig zu belegen.

Wählst du in einer Kampagne alle verfügbaren Placements aus, versucht Facebook deine Zielgruppe immer dort zu erreichen, wo diese sich gerade befindet. Und das wird in 70% bis 80% der Fälle auf mobilen Geräten sein.

Das ist z.B. dann nicht wirklich empfehlenswert, wenn die Conversionrate deiner Website auf mobilen Geräten niedriger ist als am Desktop.

Aus diesem Grund macht es meist Sinn die Zielgruppen anhand der verschiedenen Placements aufzusplitten. Damit hast du mehr Einfluss darauf, wo deine Anzeigen ausgesteuert werden.

Zum Beispiel: erstelle eine Zielgruppe “Fans (Mobile)” und eine Zielgruppe “Fans (Desktop)”. Anschließen kannst du manuell die Budgets für diese Zielgruppen planen und ggf. stärker auf Desktop-Computern aussteuern.

7. Fehler: Du nutzt keine Kampagnenlandingpage

Kaum etwas ist schlimmer, als einen Nutzer nachdem er auf eine Anzeige geklickt hat, einfach auf die Startseite einer Website zu werfen. Er fühlt sich verloren und springt wahrscheinlich direkt wieder ab.

Um das Maximum aus einer Kampagne bei Facebook herauszuholen, empfiehlt es sich immer passende Landingpages zu verwenden.

Deine Anzeige und deine Landingpage sollten zusammenpassen wie Hemd und Kragen. Oder wie die Faust aufs Auge. Oder wie – na gut – Arsch auf Eimer 😉

Wenn ein User auf deine Anzeige klickt und anschließend auf deiner Website landet, muss er sich direkt Zuhause fühlen.

Verwende auf deiner Landingpage wenn möglich die gleiche Schriftart, diesselben Bilder und Texte wie in deinen Anzeigen.

Das erweckt ein “hier bin ich richtig”-Gefühl und erhöht die Conversionrate.

8. Fehler: Du lässt deine Kampagne alleine

Mit Kampagnen bei Facebook ist es wie mit Kindern. Du darfst sie nicht alleine lassen.

Schaue in regelmäßigen Abständen in deinem Werbeanzeigenmanager vorbei und überprüfe die Ergebnisse.

Denn die meisten Kampagnen haben eine Art Auslauf- bzw. Verfallsdatum. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Performance stetig ab. Und das solltest du unbedingt vermeiden.

Wenn z.B. die Klickraten deiner Anzeigen abnehmen solltest neue Anzeigen gestalten und in deine Kampagne einfügen.

9. Fehler: Du ignorierst neue Funktionen und Anzeigenformate

Das Motto von Facebook lautet nicht nur “Move fast and break things”. Es heißt auch “Always be shipping”.

Die Innovationsgeschwindigkeit von Facebook ist schlicht und ergreifend der Wahnsinn. An allen Ecken und Enden wird ständig gewerkelt und optimiert.

Aus diese Grund komm auch nicht zu selten vor, dass neue Funktionen oder Anzeigenformate eingeführt werden.

Mit diesen Neuerungen solltest du dich regelmäßig beschäftigen und sie für dich testen. Neue Features ermöglichen es häufig, einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu haben. #movefast

Nehmen wir da z.B. die Carousel Ads. Dieses noch immer relativ neue Anzeigenformat zeigte nach seiner Einführung extrem gute Klickraten. Es war schlicht und einfach neu für die User.

Oder kennst du z.B. schon die neuen Canvas Ads?

Um up to date zu bleiben was Facebook betrifft, empfehle ich dir immer mal wieder bei den Kollegen von allfacebook.de oder Thomas Hutter vorbeizuschauen. #movefastandbookmark

10. Fehler: Du nutzt den Facebook Pixel nicht

Der Facebook Pixel ist ein kleines Wunderkind. Dieses kleine Code-Schnipselchen kann wahrlich Großes vollbringen.

Mit ihm bist du in der Lage die Auswirkungen und Ergebnisse deiner Kampagne zu messen. Der Pixel ermöglicht es dir außerdem, die Besucher deiner Website bei Facebook erneut mit Anzeigen anzusprechen.

Der Facebook Pixel ist die Grundlage für Retargeting auf Facebook. Mit seine Hilfe werden die Website Custom Audiences erstellt.

Der Einbau des Facebook Pixels auf deiner Website ist einfach und schnell erledigt. Mit ein paar Handgriffen ist er implementiert und ermöglicht umfangreiches Tracking einer Kampagne.

Wenn du wissen willst,

  • wie viele User etwas bei dir gekauft haben, nachdem sie deine Anzeige bei Facebook gesehen haben oder
  • ob deine Kampagne Auswirkungen auf die Newsletteranmeldungen auf deiner Seite hatte

musst du den Facebook Pixel auf deiner Website integrieren.

Mit Hilfe des Pixels kannst (und solltest) du das im Werbeanzeigenmanager messen. Denn nur mit Hilfe dieser Ergebnisse kannst du deine Kampagnen korrekt bewerten und optimieren.

Fazit

Wenn ich nächstes Mal durch meinen Newsfeed scrolle würde ich mich freuen, wenn du mich mit deinen Anzeigen überrschast.

Natürlich im positiven Sinne 😉

Klar, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und Fehler sind sicher auch dazu da, dass sie gemacht werden. Wichtig ist nur, dass man von ihnen lernt.

Die hier beschriebenen Fehler kannst du auf jeden Fall schon mal vermeiden und mehr aus deinen Kampagnen herausholen 😉

Den allergrößten Fehler bei Facebook Werbung habe ich mir allerdings für den Schluss aufgespart!

Der größte Fehler ist: keine Werbung bei Facebook zu schalten.

Denn dadurch würdest du dir viele Chance entgehen lassen. Selbst wenn du nur ein kleines Budget zu Verfügung hast, hauptsache du beginnst mit Kampagnen bei Facebook.

Welche Fehler bei Facebook Werbung hast du schon mal gemacht? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. #nobodyisperfect

P.S: Hier findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung in der ich dir zeige, wie du Werbung bei Facebook schaltest.

Wer schreibt das hier?

Florian Litterst

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Florian ist fasziniert von Social Media Advertising. Mit seinen Tutorials, Strategien & Tipps hilft er Werbetreibenden dabei, mehr aus ihren Kampagnen bei Facebook & Co herauszuholen. Er ist außerdem als Online Marketing Manager bei der Digitalagentur Burda Direct interactive GmbH beschäftigt.

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